
Die Nuevo Leon Königsnatter
(Lampropeltis mexicana thayeri, Loveridge 1924)
Vorkommen: Die Berge der Bundesstaaten Coahuila, Nuevo Leon und Tamaulipas im Nordosten Mexikos bilden das Verbreitungsgebiet dieser Unterart.
Größe: Die Tiere erreichen eine Maximalgröße von 90cm.
Geschlechtsreife: Ab dem zweiten Lebensjahr, Weibchen sollten nicht vor dem dritten Lebensjahr oder einer Größe von 70cm zur Zucht verwendet werden.
Zeichnung: Die Unterart kommt in vier deutlichen Erscheinungs-(Zeichnungs-)formen vor, welche allerdings selbst in der Farbform (Grundfarbe) stark variieren, daher auch der deutsche Trivialname "Veränderliche Königsnatter". Die Erscheinungsformen werden als LEONIS-PHASE, MILKSNAKE-PHASE, MELANISTIC- PHASE und LEOPARD bezeichnet. Auch gibt es abweichende Formen, welche als ein Zwischenspiel zweier Formen ansehen werden. Alle Farbformen können aus ein und dem selben Gelege entstehen. Ebenfalls treten melanistische Tiere häufiger auf als bei anderen Arten.
LEONIS - Phase sind Tiere mit einer schmalen bis sehr schmalen roten oder orangenen Bänderung auf einer meist hellen Grundfarbe.
MILKSNAKE - Phase weisen ein breite bis sehr breite Bänderung auf. Sie ähneln oft den Milchschlangen des Triangulum - Komplexes und können im Extremfall das genaue Gegenteil der Leonis-Phase darstellen, d.h. es sind nur noch schmale Streifen der Grundfarbe zu sehen.
MELANISTIC - Phase sind Schwärzlinge, die eine extreme Überproduktion der schwarzen Farbstoffes Melanin aufweisen, also genetisch betrachtet Hypermelanisten. Bei manchen Tieren ist die Schwarzfärbung komplett, bei anderen wiederum ist der Bauch weiß oder an der Schwanzregion lassen sich noch Reste der Zeichnung erkennen.
LEOPARD dabei scheint es sich um ein neues, genetisch bedingtes Merkmal zu handeln. "Leopard" bedeutet, dass die Sattelflecken nicht komplett durchlaufend sind. Zusammen mit der variierenden Grundfarbe entstehen außergewöhnliche Tiere.
Bei Lampropeltis mexicana thayeri wird die Färbung mit im Namen als Zusatz zur Erscheinungsform angegeben. Dabei wird die Färbung der Grundfarbe (des Hintergrundes) und nicht der Sattelflecken angegeben. Ist ein Tier besonders kräftig in einer bestimmten Grundfarbe gefärbt, kann man der Farbe noch ein "High-" hinzufügen. Soll auf die besondere Färbung der Sattelfecken hingewiesen werden wird diese nochmal an zweiter Stelle nach der Grundfarbe angegeben. Sind die Sattelfleckumrandungen nur sehr dünn schwarz ausgeprägt kann man den Tieren noch den daraufhinweisenen Zusatz "Pinstripe" zuordnen.
Demnach wäre z.B. eine High-Orange Peach Leonis Pinstripe eine sehr orange Königsnatter mit dünnen Bändern, welche eine pfirsichfarbene Farbe aufweisen und nur schwach schwarz umrandet sind.
Haltung: Die Nuevo Leon Königsnatter bewohnt die Bergregionen der mexikanischen Bundesstaten Coahuila, Nuevo Leon und Tamaulipas. Dort bewohnen sie neben bewachsenen Karstfeldern und Halbwüsten häufig trockene Kiefern- und Eichenwälder. Es wurden schon Tiere in über 2000 Meter Höhe gefunden.
Hingegen der weit verbreiteten Meinung sind die Nuevo Leon Königsnattern nicht kannibalisch veranlagt. Dies bedeutet, man kann die Tiere paarweise oder in kleinen Gruppen pflegen. Am besten eignet sich dafür ein geräumiges Terrarium mit reichlich strukturierter Einrichtung. Gerne ziehen sich die Nattern in Versteckplätze zurück. Deshalb sollte man eine nicht zu niedrige Schicht an Bodengrund einbringen. Sehr gerne werden halb eingegrabene Korkäste als Versteck und Aussichtsplatz genutzt. Viele Bergkönigsnattern sind auch am Tage aktiv und können dann auch häufig beim Sonnenbaden beobachtet werden. Allgemein kann man sagen, das die "Veränderlich Königsnatter" wesentlich aktiver ist als ander Vertreter des Mexicana - Komplexes, durch ihre geringe Größe und doch eher schlanke Gestalt eine perfekte Terrarienbewohnerin abgibt. Selbst in sehr naturnah eingerichteten Terrarien mit Bepflanzung können die Tiere gehalten werden.