Die Arizona Bergkönigsnatter

(Lampropeltis pyromelana pyromelana, Cope 1886) 

Vorkommen: Trockengebiete und Kiefernwälder in den  Hochlagen der Bundesstaaten Chihuahua und Sonora in Nordmexiko sowie Arizona jedoch nicht in den Huachuca-Bergen.

Größe: Die Tiere erreichen eine Maximalgröße von 105 cm.

Geschlechtsreife: Ab dem zweiten Lebensjahr, Weibchen sollten nicht vor dem dritten besser noch vierten Lebensjahr oder einer Größe von 80 cm zur Zucht verwendet werden.

Zeichnung: Die Schlangen sind sehr ansprechend scharlachrot, weiß und schwarz gefärbt und tragen auf dem Körper mehr als 41 weiße Ringe. Der leicht abgesetzte Kopf ist cremeweiß und trägt über den Augen eine schwarze Maske. Es gibt eine natürliche Variabilität dieser Art, die eine verminderte Schwarzfärbung aufweist und diese nur als vereinzelte schwarze Spitzen oder dünne Bänder zwischen den roten und weißen Ringen trägt. Aus diesen Santa Rita Mountains Tieren wird die sogenannte Applegate-Phase gezüchtet, welche durch den US-Amerikanischen Züchter Bob Applegate soweit gezüchtet wurde, das nur noch wenig bis gar kein Schwarz mehr auf den Tieren zu sehen ist. Auch weisen diese Tiere eine rein rot-weiße Unterseite auf. Mittlerweile sind auch hypomelanistische sowie stark zeichnungsabbarrante Tiere bekannt. Die vereinzelt auftretenden Amelanisten, sind Hybriden mit Lampropeltis ruthveni.

Haltung: Die Arizona Bergkönigsnatter kommt in den höheren Lagen von Arizona und Nordmexiko vor und bewohnt dort Karstland, Halbsteppen und lichte Kiefernwälder.

Ein Trockenterrarium mit großzügiger Grundfläche und einigen Versteck- und Sonnenplätzen kann man die Nattern paarweise oder in kleinen Gruppen halten. Man sollte die Tiere nicht einzeln halten, da sie dann oft scheu und ängstlich werden. Die Schlangen begeistern durch ihre herrliche Färbung und ihr ruhiges und umgängliche Verhalten. Zwar ist Lampropeltis pyromelana pyromelana hauptsächlich dämmerungsaktiv, ist aber auch häufig am Tage beim sonnen unter einem schwachen Strahler zu sehen.

Die früheren Unterarten woodini und infralabialis wurden mittlerweile revidiert und wurden der Nominatform zugeordent. Daher gibt es zur Zeit nur noch zwei valide Unterarten und zwar

 Lampropeltis pyromelana pyromelana - die Arizona Bergkönigsnatter

und

Lampropeltis pyromelana knoblochi - die Huachucha Bergkönigsnatter.

Die Jungtiere der Pyromelana Gruppe sind dafür bekannt, oftmals das Futter zu verweigern. Dies beruht aber darauf, das die Jungtiere der BERGKÖNIGSNATTERN meist wesentlich später im Jahr schlüpfen als Tiere des Flachlandes und der Herbst bzw. Winter in den Hochlagen viel früher einsetzt. Viele Jungtiere fressen daher meist nach dem Schlupf überhaupt nicht, sondern gehen gleich in die Winterruhe.

Nach Beendigung der Hibernation gehen die Tiere dann meist sehr ungestüm und gierig ans Futter. Auch in Gefangenschaft legen einige Bergkönigsnattern dieses Verhalten nicht ab. Wollen solche Jungtiere partout nicht fressen, so gibt man sie in eine künstliche Winterruhe, indem man die Schlangen in eine kleine Box mit einem saugfähigen Bodengrund, einem Versteck und einem Schälchen Wasser setzt und dieses entweder in einen sehr kühlen Keller oder einen Kühlschrank stellt. Während dieser Zeit sollten die Temperatur bei 8 - 14°C liegen und die Jungtiere ruhig und dunkel stehen.

Nach vier bis sechs Wochen kann man die Jungtiere wieder aus der künstlichen Winterpause holen. Meist beginnen die Jungtier dann selbstständig mit dem fressen. Aber es gibt auch Jungtiere die schon bald nach der ersten Häutung gierig nestjunge Mäuse fressen.