Die Durango Bergkönigsnatter

(Lampropeltis mexicana greeri, Webb 1961)

 Vorkommen: Trockene Gebiete in den Bergen des Bundesstaates Durango in Mittelmexiko, bevorzugt Gebiete mit mäßiger Vegetation.

Größe: Die Tiere erreichen eine Maximalgröße von 110cm.

Geschlechtsreife: Ab dem zweiten Lebensjahr, Weibchen sollten nicht vor dem dritten Lebensjahr oder einer Größe von 80 cm zur Zucht verwendet werden.

Zeichnung: Auf einer hell- bis mittelgrauen Grundfärbung tragen die Schlangen ein Muster aus 30-35 dunkel- bis zinnoberroten Querbändern, welche schwarz eingefasst sind. Je nach Tier können diese roten Bänder mehr oder weniger stark ausgeprägt sein. Manche Schlangen haben sogar nur die schwarze Umrandung ohne Füllfarbe und ähneln mit den dann sehr schmalen schwarzen Bändern einer Leonis-Phase-Thayeri. Andererseits kommen auch Exemplare vor, welche große unregelmäßige Sattelflecken tragen und an die Nominatform erinnern.

Die Kopfzeichnung ist bei der Durango Bergkönigsnatter nur schwach ausgeprägt und ist meist vom ersten Sattelfleck getrennt. Dieser jedoch ist oftmals mit dem zweiten Sattelfleck verbunden und der Rotton in der Mitte sehr stark aufgehellt. Es kommen verschiedene Farbschläge vor. Tiere mit sehr heller, fast weißer Grundfarbe werden Light Phase oder High White genannt. Die Form, bei welcher alle Sattelflecken wie mit Chlor gebleicht aussehen und die rote Farbe teilweise auch außerhalb der schwarzen Umrandung vorhanden ist, nennt man Vanishing. Des weiteren sind noch Hypomelanistische Tiere bekannt. Zwar sind von einigen Züchtern mittlerweile amelanistische Durango Bergkönigsnattern bekannt, dies sind aber nicht reinrassig, sondern stammen aus Kreuzungen von Lampropeltis ruthveni ab. In der jüngeren Vergangenheit sind auch teilgestreifte Tiere aufgetaucht.

 Haltung: Lampropeltis mexicana greeri kommen in den höheren Trockenwäldern und Hochebenen des Bundesstaates Durango in Nordmexiko vor. Dort bevorzugen sie felsiges Gelände, steinige Bachläufe und weitläufige, trockene Pinien- oder Eichenwälder.

Die Durango Bergkönigsnatter ist dafür bekannt, als Jungtier oftmals das Futter zu verweigern. Dies beruht aber darauf, das die Jungtiere der BERGKÖNIGSNATTERN meist wesentlich später im Jahr schlüpfen als Tiere des Flachlandes und der Herbst bzw. Winter in den Hochlagen viel früher einsetzt. Viele Jungtiere fressen daher meist nach dem Schlupf überhaupt nicht, sondern gehen gleich in die Winterruhe. Nach Beendigung der Hibernation gehen die Tiere dann sehr ungestüm und gierig ans Futter. Auch in Gefangenschaft legen einige Bergkönigsnattern dieses Verhalten nicht ab.

Wollen solche Jungtiere partout nicht fressen, so gibt man sie in eine künstliche Winterruhe, indem man die Schlangen in eine kleine Box mit einem saugfähigen Bodengrund, einem Versteck und einem Schälchen Wasser setzt und dieses entweder in einen sehr kühlen Keller oder einen Kühlschrank stellt. Während dieser Zeit sollten die Temperatur bei 8 - 14°C liegen und die Jungtiere ruhig und dunkel stehen. Nach vier bis sechs Wochen kann man die Jungtiere wieder aus der künstlichen Winterpause holen. Meist beginnen die Jungtier dann selbstständig mit dem fressen. Aber es gibt auch Jungtiere die schon bald nach der ersten Häutung gierig nestjunge Mäuse fressen.

Eine futterfeste Durango Bergkönigsnatter ist ein dankbarer Pflegling. In einem Trockenterrarium mit großzügiger Grundfläche und einigen Versteck- und Sonnenplätzen kann man die Nattern einzeln oder in kleinen Gruppen halten. Die Schlangen begeistern durch ihre herrliche Färbung und ihr ruhiges und umgängliche Temperament. Zwar ist Lampropeltis mexicana greeri hauptsächlich dämmerungs- und nachtaktiv, ist aber auch häufig am Tage beim Sonnen unter einem schwachen Strahler zu sehen. Man sollte bei der Einrichtung darauf achten, das die Durango Bergkönigsnatter gerne gräbt und etwas massiger wird als die Nuevo Leon Bergkönigsnatter.